Zeitungsbericht vom 6. Juli 2015 aus dem Höchster Kreisblatt:

Luna-Lauf im Alten Kurpark
So macht der Luna-Lauf Spaß

Wenn die „Kellergammler“ eine Vase zum Platzen bringen, ist das vielleicht nicht gut für die Platzierung. Die Hauptsache beim Lauf im Mondschein ist aber, dass viel Geld zusammenkommt.

Das Jugendforum 27.1.2011 Foto: Hans Nietner
Die »Kellergammler« des Jugendkellers Neuenhain waren nicht die Schnellsten. Ihren Spaß hatten Alex, Robin, Leon, Jakob und Roderick aber trotzdem, auch wenn sie hier etwas müde aussehen.

„Ihr sollt hier in erster Linie Spaß haben“, unterstrich Jugendcafé-Leiter Volker Zill am Freitagabend. Der Sozialpädagoge machte damit den rund 40 Teilnehmern kurz vor dem Start des nach langer Pause wiederbelebten Luna-Laufs im Alten Kurpark klar, dass es bei dieser Veranstaltung nicht so sehr auf sportliche Höchstleistungen ankommt, sondern einfach auf das gemeinsame Laufen für einen guten Zweck. „Wir wollen, dass das ,Bunte Zuhause‘ und andere soziale Projekte von dem Staffellauf profitieren“, sagte Zill. Mehrere Sponsoren aus Bad Soden hatten sich vorab bereiterklärt, jede gelaufene Runde des Laufs zu bezuschussen.

Den Startschuss zum Staffellauf für Jugendliche ab 14 Jahren und ältere „Junggebliebene“ gab Bürgermeister Norbert Altenkamp. Der Rathauschef begrüßt ausdrücklich, dass das Jugendforum in Kooperation mit dem Jugendcafé und dem Neuenhainer Jugendkeller jetzt als Veranstalter fungiert und damit den Staffelstab nach sieben Jahren vom Evangelischen Dekanat Kronberg übernommen hat.

Das findet auch Manfred Oschkinat super, der den Luna-Lauf in den 1990er Jahren zum Laufen gebracht hatte, als er im Dekanat noch für die Jugendarbeit zuständig war. Dass er sich mittlerweile um die großen gesellschaftlichen Themen wie die Flüchtlingsberatung im Dekanat kümmert, hat den „Vater“ des Luna-Laufs nicht davon abgehalten, am Freitagabend selbst mitzumachen. Spontan schloss er sich „Dies das Ananas“ an und startete als einer der ersten Staffelläufer für dieses Team. Dabei hatte Oschkinat offensichtlich den richtigen Riecher bei der Auswahl der Mannschaft gehabt.

„Dies das Ananas“ ist Sieger des Luna-Laufs geworden – dicht gefolgt vom Team A des „Bunten Zuhause“, das sich seit dem vergangenen Sommer insbesondere um die jungen Flüchtlinge in der ehemaligen Kurstadt kümmert und dafür im Jugendcafé regelmäßige Treffen zum gemeinsamen Austausch, Kochen und Deutschlernen organisiert (wir berichteten).

Neben den engagierten jungen Leuten aus Bad Soden machten beim Luna-Lauf auch viele Asylbewerber gerne mit, denen der Erlös praktisch wiederum zugutekommt. Damit war das „Bunte Zuhause“ sogar mit zwei Mannschaften vertreten – die beide weit vorne lagen. Neben dem Team „No name“ belegte die zweite Mannschaft des „Bunten Zuhause“ den dritten Platz. Sie hatte ohne große Vorbereitung an dem Luna-Lauf teilgenommen.

Damit wurden ein Stück weit die „Kellergammler“ des Jugendkellers Neuenhain „abgestraft“, die sich zusammen mit den „Schollis“ die hinteren Plätze teilen mussten. Denn Robin, Alex, Jakob, Roderick und Leon hatten sich in den vergangenen sieben Wochen regelmäßig zusammen mit Raphael Plodek, dem Leiter des Neuenhainer Jugendkellers, zum gemeinsamen Training auf der 650 Meter langen Rundstrecke im Alten Kurpark getroffen. Aber schon bei der ersten von insgesamt drei Spaßaktionen, mit denen der Luna-Lauf aufgepeppt war, hatte das Team Pech.

Die Jungs mussten dabei mittels einer Menschenkette vollgesaugte Schwämme aus einem Eimer weiterreichen, damit die schließlich in einer Vase ausgedrückt werden konnten. Je höher der Wasserpegel in der Vase war, desto mehr Extrapunkte konnte sich ein Team ergattern. Vor lauter Enthusiasmus wurden dabei aber von den „Kellergammlern“ so viele Schwämme auf einmal ausgedrückt, dass die Vase am oberen Rand zersprang.

Trotzdem hatten alle Beteiligten großen Spaß am Luna-Lauf, bei dem nach ersten Schätzungen rund 850 Euro zusammengekommen sind. „Jeder hat gesagt, dass wir den Luna-Lauf 2016 unbedingt wieder auflegen müssen“, sagte Viktor Jochum (24) vom Organisationsteam begeistert.

von Martina Weyand-Ong
© 2015 Höchster Kreisblatt


Zeitungsbericht vom 23. März 2011 aus dem Höchster Kreisblatt:

Was die Parteien für die Jugend tun wollen

Die Mitglieder des Jugendforums dürfen zwar noch nicht alle wählen, aber politisch interessiert sind sie schon. Sie haben den Parteien in Bad Soden vor der Kommunalwahl einige Fragen zu Themen gestellt, die junge Bad Sodener interessieren. Einzig die Liberalen haben nicht geantwortet.

Bad Soden. Alle zwei Wochen trifft sich das Jugendforum und hat dabei auch Fragen ausgearbeitet, die Dominik Dylla dann den Sodener Parteien schickte. Bis auf die FDP haben auch alle geantwortet. Hier die Antworten im Überblick:

Welche Ideen haben Sie zur Verbesserung des Angebots für Jugendliche in Bad Soden?
Das soll nach den Wünschen und Erwartungen der Jugendlichen ausgerichtet werden, sagen die Sozialdemokraten. Und ein paar Themen wie ein Chill-Platz, Radweg, Kinoabende und Jugendhaus hätten sie auch schon bei einem Besuch des Jugendforums kennenlernen können. Die Genossen seien jedoch sicher, dass es noch weitere Themen gebe, die im «Einklang mit den Möglichkeiten der Stadt» realisiert werden sollen. Die CDU verweist erst einmal auf die schon vorhandenen Angebote. Neben den Vereinen seien das der T-Keller in Neuenhain sowie das Jugendcafé. Es soll aber auch auf die Ideen und Wünsche der Jugendlichen eingegangen werden. Das Jugendforum solle diese an die Parteien weitergeben: «Was machbar ist, setzen wir auch gerne um.» Die Bad Sodener Bürger (BSB) wünschen sich «echte und keine Alibi-Angebote für junge Leute, die aber nicht allein für eine geschlossene Gruppe zur Verfügung stehen sollten. Und die Grünen hätten sich ohnehin schon «immer dafür eingesetzt, dass Jugendlichen mit ihren Bedürfnissen mehr Toleranz entgegengebracht wird».

Wo sehen Sie neue Orte zum Treffen für Jugendliche?
Das wollen die Sozialdemokraten lieber bei einem Rundgang an Ort und Stelle mit den Jugendlichen klären. Die CDU ist da konkreter: die frei werdenden Kleingartenflächen zwischen Talstraße und Rohrwiese. Allerdings werde auch in Neuenhain ein solcher Platz gebraucht. Die BSB sehen Möglichkeiten im Altenhainer Tal, die Grünen wünschen sich eine Skaterbahn, Bolz- und Basketballplatz, die im Sommer bis 23 Uhr genutzt werden können. Wo, lassen sie allerdings offen. Das Haus am Quellenpark 5, das in städtischem Besitz ist, sollte jedenfalls für Jugendliche zur Verfügung stehen.

Sehen sie Möglichkeiten zur Erweiterung des Jugendcafés beziehungsweise wie stehen Sie zu einem Ausbau?
Diese Frage lassen Grüne und BSB unbeantwortet, die CDU sieht hingegen Handlungsbedarf. Allerdings sind in dem Gebäude noch Vereine untergebracht und der Denkmalschutz macht Umbauten schwierig. Deshalb schlagen die Christdemokraten zusätzliche Räumlichkeiten an anderer Stelle im Stadtgebiet vor – beispielsweise mittelfristig in einer derzeit anderweitig belegten Scheune am kleinen Hetzel. Die SPD will sich jedoch nicht recht festlegen: Ob ausgebaut werden sollte, hänge davon ab, wo man einen passenden Ort für Jugendliche findet. Die Genossen verweisen auf den möglichen Rundgang mit den Jugendlichen.

Inwiefern haben Sie sich in den letzten Jahren für Jugendliche in Bad Soden eingesetzt, welche Pläne haben Sie für die Zukunft?
Eine kontinuierliche Unterstützung der Jugend hätte es von den Christdemokraten durch die Förderung der Jugendarbeit in den Vereinen wie auch dem Jugendcafé und T-Keller gegeben, sagen sie. Hinzu kämen Sonderaktionen wie dem «Tag der YOUgend» oder auch die Hilfe bei der Suche nach einem Ort für ein Graffiti-Projekt. Die Genossen verweisen auf Maßnahmen und Anträge von der Schulwegsicherung über Graffiti-Projekt bis zu Schutzburgen für Kinder und die Sportplatzpflege in Altenhain. Sie will nun gemeinsam mit dem Jugendforum weitere Themen angehen. Und die Grünen setzen auf Sozialarbeit und Prävention – statt dem ständigen Ruf nach mehr Polizei wegen Randale und Vandalismus.

(mg) © 2011 Höchster Kreisblatt


Zeitungsbericht vom 29. Januar 2011 aus dem Höchster Kreisblatt:

Hier macht die Jugend Politik

Null Bock auf Politik? Das kann man vom Sodener Jugendforum wohl nicht behaupten. Alle zwei Wochen treffen sich die 13- bis 20-Jährigen donnerstags im Jugendcafé und knöpfen sich aktuelle Themen vor. Mal ist der Bürgermeister dabei, fast jedes Mal Stadtverordnetenvorsteher Helmut Witt, an diesem Donnerstag hat sich die SPD angekündigt. Auch die Genossen wollen wissen, was den jungen Leuten wichtig ist.

Ein «Chill-Platz» Die haben gerade Bilanz gezogen und sich überlegt, welche Pläne sie fürs angebrochene Jahr hegen. Ganz oben stehe die Suche nach einem sogenannten «Chill-Platz», erzählt Moderator Viktor Jochum (20). «Damit meinen wir einen Ort, an dem wir uns draußen treffen können, ohne andere zu stören», konkretisiert Ellen Findeisen (19). Wenn man in der Stadt Bänke und Mülleimer entferne, um Jugendliche von abendlichen Treffen abzuhalten, müsse man ihnen an anderer Stelle eine Ausweichmöglichkeit bieten. Das finden auch die beiden Gäste aus der Politik, Alexander Schmidt und Lisette Helmer. «Sehr bemüht haben wir uns um das Kohlensäurehäuschen auf dem Burgberg», erzählt Jochum. Leider habe sich in letzter Minute die Denkmalbehörde eingeschaltet. «In der Hütte gibt es wohl historische Pumpen.» Dennoch hoffe man, dass es klappe. «Wir bleiben dran.» Großer Wunsch ist ein eigenes Jugendhaus. «Die Kellerräume hier sind wirklich zu klein», bestätigt auch Betreuer und kirchlicher Mitarbeiter Uwe Heiermann. Angesichts gestiegener Geburtenzahlen sei die Stadt zwar an dem Thema dran. «Es wäre aber schön, wenn unsere Jugendlichen noch davon profitieren könnten.» Doch die Suche nach geeigneten Räumlichkeiten sei nicht einfach. Das habe die gemeinsame Stadtbegehung im Sommer gezeigt.

Fahrradweg Ein weiteres Anliegen ist den jungen Leuten schon seit Gründung des Forums vor eineinhalb Jahren der Fahrradweg, der oberhalb des Krankenhauses zur Albert-Einstein-Schule verläuft. «Das Stück Waldweg ist im Herbst und Winter unglaublich schlammig und glatt», erklärt Schülerin Clara Wendt (15). Andere Themen, wie die gewünschte BMX-Rampe am Abenteuerspielplatz, können die Jugendlichen inzwischen als erledigt von der Liste streichen. Überhaupt fühlen sie sich durch die Politiker gut betreut. Neben so viel Theorie soll der Spaß nicht zu kurz kommen. So haben sie es im vergangenen Jahr auf zwei Ü-16-Partys richtig «krachen» lassen. Im November hatten sie sogar das Sodener Kino gemietet und für ermäßigen Eintritt gemeinsam den neuen Harry-Potter-Streifen angesehen. «Das kam so gut an, dass die Plätze gar nicht ausreichten», erzählt Anna-Sophie Kraft (19). Vielleicht kann man ja einen festen Jugend-Kino-Tag pro Monat einführen, regt Lisette Helmer an. «Man sollte sich mal mit dem Besitzer unterhalten.» Fest geplant ist jedenfalls das Bedrucken von gemütlichen Kapuzenpullis, auf denen ein fetziger Slogan fürs Jugendforum werben soll.

Neuzugänge? Auch wenn sich inzwischen bis zu 15 Leute donnerstags treffen, freuen die sich über Neuzugänge. Am 10. Februar, 19 Uhr, wollen sie sich wieder in den Räumen des Jugendcafés, An der Trinkhalle 12, versammeln. Interessenten sind willkommen. Weitere Informationen und Fotos, auch von der Stadtbesichtigung, bietet die Homepage des Forums http://www.jugendforum-bad-soden.de.

Das Jugendforum 27.1.2011

(juwi) © 2011 Höchster Kreisblatt


Zeitungsbericht vom 17. März 2010 aus dem Höchster Kreisblatt:

Direkter Draht zum Nachwuchs

Ein Jugendforum kümmert sich in Bad Soden um die Sorgen und Nöte der Heranwachsenden. Die jungen Leuten treffen sich ein- bis zweimal im Monat.

Bad Soden. «Der Fahrradweg zur Albert-Einstein-Schule ist manchmal so schlammig, dass sich die Räder durchdrehen», klagt Jakob Wegmann. Ein echtes Ärgernis für den Sodener Schüler, der – wie so viele – das Gymnasium der Nachbargemeinde täglich mit seinem Zweirad ansteuert.

Schwarzes Notizbuch Doch der 15-Jährige hat Glück: Er kann seine Beschwerde ganz unkompliziert an der richtigen Stelle loswerden. Seit September nämlich gibt es in Bad Soden ein Jugendforum. Ein- bis zweimal im Monat treffen sich die 10- bis 19-Jährigen im Jugendcafé, fast immer ist auch ein Vertreter der Stadt dabei. Manchmal der Bürgermeister, meistens Stadtverordnetenvorsteher Helmut Witt. Jakobs Beschwerde hört er sich ruhig an, zückt dann sein schwarzes Notizbuch und notiert sie. «Wir können natürlich nicht alle Wünsche erfüllen», sagt Witt. Dazu reichten die Gelder nicht aus. Dennoch sei es schön, einen direkten Draht zu den Jugendlichen zu haben. Hervorgegangen ist die Initiative aus einem Treffen ehemaliger Mitglieder des örtlichen Kinderparlaments und dem Tag der Jugend, der im Frühjahr des vergangenen Jahres stattgefunden hatte. Dort hatten sich viele Jugendliche ein solches Forum gewünscht. Am 1. September hatten sie erstmalig getagt, inzwischen ist es eine feste Institution geworden. Letztens erst war Bürgermeister Norbert Altenkamp zu Gast. Da hatten sich Jugendliche eine Halfpipe für BMXRäder gewünscht. Altenkamp konnte ihnen die frohe Botschaft überbringen, dass bereits eine geplant sei: Auf dem Abenteuerplatz Schubertstraße werde sie noch in diesem Jahr entstehen. «Vielleicht sollten die beiden Jungs beim Bauen mithelfen?», überlegt Sozialpädagoge Volker Zill, der gemeinsam mit dem kirchlichen Mitarbeiter Uwe Heiermann die Gruppe betreut. «Dann können sie selbst sehen, ob alle Elemente richtig aufgestellt werden.» Auch das notiert der Abgesandte der Stadt. Viktor Jochum verteilt die Anwesenheitsliste, er hat auch die Presse bestellt. In der vergangenen Woche habe er versucht, mit Sodens Kinobesitzer Kontakt aufzunehmen, erzählt der 19-Jährige, der auch im Kirchenvorstand mitarbeitet. «Wir hätten gerne einen regelmäßigen Jugendtag, an dem es schon um 17 Uhr eine Vorstellung gibt.» Jakob lädt immer per Mail zu den nächsten Treffen ein. Eigeninitiative ist hier an der Tagesordnung. Gerne würden die zwölf Jugendlichen allerdings ein paar Leute hinzugewinnen. Am Weihnachtsmarkt haben sie Einladungsen verteilt, im Internet – auf Facebook und im Schülerverzeichnis – Gruppen eingerichtet, am 1. Mai soll eine Ü-16-Party stattfinden, am 8. Mai ein gemütlicher Nachmittag. Gäste sind willkommen. Finanzielle Mittel für die Aktivitäten sind jedenfalls vorhanden. Immerhin 1500 Euro hat ihnen die Stadt für das laufende Jahr zur Verfügung gestellt, jetzt fehlen nur noch zündende Ideen. Eine Box, in der Jugendliche vor einer Kamera ihre Meinung sagen können, schlägt Zill vor. «Wie wär’s mit einem Bungee Run»?, fragt Dominik (14). In Königstein gebe es eines, das sei aber sehr schwer. Doch Helmut Witt zückt schon wieder den Notizblock, will mit der örtlichen Feuerwehr Kontakt aufnehmen . . .

Das Jugendforum 11.3.2010

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